Wildbienen am Riegelbrunnerhof

Die Wildbiene

In Deutschland sind über 560 Wildbienenarten bekannt, doch nicht alle kommen überall in gleicher Anzahl und Dichte vor.

Bei ihrer Ansiedlung ist vor allem das Nist- und Nahrungs-angebot entscheidend. Häufige Bewohner von sogenannten Bienen- und Insektenhotels sind Wildbienen der Art Osmina. In ihrer Bestäubungsleistung gelten die Gehörnte Mauerbiene (Osmina cornuta) und die Rote Mauerbiene (Osmina bicornis) als besonders effektiv und sie sind in Deutschland weit verbreitet. Das Kleinklima in unseren Dörfern und Städten, sowie das Angebot an frühblühenden Bäumen und Blumen kommen ihren Bedürfnissen sehr entgegen.

Beide einheimischen Arten fliegen bereits früh im Jahr, die Gehörnte Mauerbiene witterungsbedingt schon Mitte März, die Rote ab Mitte April. Sie eignen sich hervorragend für die Bestäubung von Stein- und Kernobst, sowie vieler Wild- und Nutzpflanzen. In der Wahl ihres Nistplatzes, als auch in der Auswahl der Futterpflanzen weisen Mauerbienen eine verhältnismäßig hohe Flexibilität auf. Die Mehrheit der anderen Wildbienenarten sind „Spezialisten“ und auf bestimmte Futterpflanzen und Nistmöglichkeiten angewiesen.

Zum Bau der Nester werden röhrenförmige Hohlräume benötigt, die in der Natur – nicht zuletzt wegen moderner Bauweise von Gebäuden und industrieller Landwirtschaft – leider nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. Als Nisthilfen eignen sich z.B. angebohrte Holzblöcke, Schilfhalme, Bambusstängel oder Pappröhrchen.

Wildbienen sind völlig friedfertig und stechen von sich aus nicht. Lediglich unter starker Bedrängnis, zeigen sie Abwehrverhalten. Im Gegensatz zur Honigbiene und Hummel, verteidigen sie ihre Brut nicht und werden nicht aggressiv. So können Sie ganz ungefährlich und ohne großes Vorwissen, Wildbienen im eigenen Garten halten und beobachten.

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